In einem Baumarkt in Paris kaufte ich ein Päckchen winzig kleiner, rechteckiger Holzkeile. Sie wirkten auf mich sehr Duchamp-esk. Ich fand heraus, dass man sie am Boden unter Türen schob, um diese offen zu halten. In dem Päckchen befanden sich einundzwanzig Keile in sieben verschiedenen Größen. Die Größen rangierten von circa 1,9 x 2,3 cm bis zum größten Türstopper mit circa 4,9 x 6,1 cm.
Ich nahme diese kleinen Holzkeile aus ihrer Packung und stellte sie in einer langen Reihe, mit den scharfen Kanten nach oben, auf ein Regalbrett. Sie sahen aus wie einundzwanzig leere Kapitel einer Geschichte, die nur darauf wartete, erzählt zu werden.
Mit Collagentechnik gestaltete ich jedes der kleinen keilförmigen Hölzer mit detailreichen, Geschichten erzählenden Bildern, beginnend mit dem „Mann mit der roten Fliege“, dem Erzähler der „Türstopper-Chroniken“.
Mir gefielen die Bilder so sehr, dass ich sie leicht vergrößerte und in Öl auf Holztafeln malte, die ich zuvor mit Gesso grundiert hatte. Und ich zeichnete dieselben Bilder mit Graphitstift auf transparente Tru-Grain Folie (http://www.christophercroft.com/drawings). Der australische Meistergrafiker Basil Hall (http://www.basilhalleditions.com.au) hat diese Zeichnungen sogar auf Kupferstichplatten übertragen und radiert. Im Laufe des Jahres 2017 sollen sie in München gedruckt und ausgestellt werden.

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